Der Name “Jehnen” hat sich wohl aus dem Vornamen “Johannes” entwickelt (jedenfalls ist das die einzige Erklärung, die mir bekannt ist). In alten Kirchenbüchern habe ich auch die Bezeichnungen “Jehner”, “Gehnen” und “Gehner” gefunden. Die Pfarrer schrieben es halt so, wie sie den Auskunftgeber eben verstanden haben...

Alles, was ich bisher über meine Ahnen in Erfahrung bringen konnte, deutet darauf hin, daß die Jehnen`s ein Eifeler Urgewächs sind. Die Ursprünge liegen in der Gegend von Daun (dieser Ort dürfte wegen seines berühmten Mineralwassers sogar dem “gemeinen Stadtmenschen” bekannt sein), genauer gesagt, in Steineberg bei Mehren.

Dort fand im 30-jährigen Krieg (1618 - 1648) die sogenannte “Schwedenschlacht” statt. Bei dieser Schlacht sind neben Soldaten auch viele Bauern durch das Schwert gestorben.Ob einer meiner Ahnen dort mitgekämpft hat, weiß ich noch nicht, aber... ich arbeite daran.

Warum ich das alles erzähle?? Nun, ich habe mir ein Familienwappen erstellen lassen und die Symbole, die in diesem Wappen verwendet wurden, gründen auf meiner Steineberger / Dauner Herkunft.

Die Jehnens waren zwar seit jeher in der Eifel sesshaft, innerhalb der Eifel sind sie jedoch fleißig umhergewandert, wie meine Stammreihe beweist. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts haben sich die Jehnens immer weiter verstreut, was die Ahnenforschung zwar interessanter aber nicht einfacher macht. Mittlerweile habe ich sogar einen Verwandten in Dänemark ausfindig machen können (siehe Eintrag von Karl Jehnen in meinem Gästebuch).

Von einem “e-Mail-Bekannten”, der ebenfalls die Jehnens in seinem Stammbaum hat, habe ich folgende Geschichte bekommen. Die Geschichte ist sehr romantisch und könnte als Stoff für einen Film dienen. Ob sie ganz wahr, teilweise wahr oder überhaupt nicht wahr ist, weiß weder mein Bekannter noch ich, aber schön ist sie...

Während der napoleonischen Kriege gegen Rußland soll ein Jehnen als Soldat mitgekämpft haben, und zwar interessanterweise auf französischer Seite.

Nach der Schlappe in Rußland befand sich das französische Heer in heller Auflösung auf dem Heimweg. Mein Urahn muß dabei verletzt in Schalkenmehren zurückgeblieben sein (damals eigentlich französisches Hoheitsgebiet). Hier lernte er seine Liebe kennen und heiratete sie. Da er aber der Sohn reicher englischer Eltern war (Adlige, Reeder oder so; jedenfalls soll Papa eine goldene Kutsche gehabt haben... sagt man), war der Vater mit dieser unstandesgemäßen Hochzeit nicht einverstanden und enterbte den Sohn.

Als der Vater sich dies auf dem Sterbebett anders überlegte und seinen Sohn zu sich nach Hause rief, kam der bekannte Jehnen-Dickkopf durch: der Sohn schlug das Erbe aus und ging nicht nach England.

Anfang des 20. Jahrhunderts soll ein Anwalt aus Amerika hier in Deutschland gewesen sein, der Nachforschungen nach der Familie Jehnen anstellte. Wenn jemand auch nur einen Totenzettel zum Beweis gehabt hätte, wäre er Erbe eines riesigen Vermögens geworden. Besagten Totenzettel soll dieser Anwalt unterschlagen haben, nebst dem dazugehörigen Vermögen. Er muß später an einer schlimmen Krankheit fürchterlich leidend zugrunde gegangen sein - sozusagen als Gottes Strafe

Soweit die Geschichte, für die ich meinem Mail-Bekannten Jürgen an dieser Stelle herzlich danke!